E34 - 5er ab 1988DIY Schaltkasten (valve body) ZF 4HP22

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DIY Schaltkasten (valve body) ZF 4HP22

Beitrag von shogun » 30.08.2013, 14:49

Ueberholung Schaltkasten (valve body) ZF 4HP22

Neu auf meiner Seite http://twrite.org/shogunnew/topmenu.html

Links anklicken 'new and updated' und dann 'valve body overhaul' , dort ist dann der Beitrag von Jason mit vielen Bildern
'Maintenance on the valve body: Detailed write up -- many great photos 4HP22 tranny repair with lots of detail '

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Re: DIY Schaltkasten (valve body) ZF 4HP22

Beitrag von shogun » 28.06.2018, 14:56

Noch ein paar weitere Infos zum ATF Wechsel und zum DIY Getriebespuelen, Schaltkasten ueberholen.

wir machen das hier selber in Japan fuer Bekannte, aus Erfahrung kann ich sagen, dass bei den 4HP meist die Dichtung im Schaltkasten so angebacken ist, dass sie beim Auseinandernehmen der Platten bricht. Die Reste muessen dann muehsam abgeschabt werden. Wir tauschen sie immer aus. Bilder hier e32b12.blogspot.com/search/label/4HP24
Fuer die ganz Sparsamen: es gibt da so einen kleinen Trick, auf die ausgebauten Platten mit einem leichten Aluhammer leicht auftappen, dann loesen sich die Platten manchmal und die Dichtung bleibt heil. Ist aber Lotteriespiel, eine Dichtung sollte man immer da haben.
Anders ist es bei den 5HP Getrieben, da sind die Dichtungen zu ueber 90% wieder zu verwenden, wenn man moechte.

Spuelung machen wir auch selber, Getriebewanne ab, an den Stutzen des ATF-filters einen dicken klaren Schlauch, der in einem ATF Eimer mit frischem ATF endet. Motor an, langsam durch alle Gaenge Schalten bis wieder klares ATF rausspritzt aus dem Getriebe. Die Getriebepumpe saugt sich das ATF aus dem Behaelter, da der Schlauch durchsichtig ist, sieht man das schoen. Spritzt natuerlich gewaltig aus dem Getriebe dann, da die Wanne dabei ab ist. Bilder, hier runterscrollen e32b12.blogspot.com/search/label/4HP22

Andere Betriebe macht es anders, die blasen mit Druckluft das ATF raus aus dem Wandler, wenn der Schaltkasten raus ist, das sind so kleine Betriebsgeheimnisse, die man halt kennt oder nicht.

Hier mal der Text kopiert von Dansker aus dem 7-Forum, der eine kleine Werkstatt in Daenmark hat, wo ja auch viele hinfahren:

Möchte man einen Ölwechsel an der Automatik machen, ist es ratsam, sich vorher genau zu Informieren, welcher Ölfilter im Automaten verbaut ist. Bekannt ist ja wohl, das es beim "4HP22/24" 2 verschiedene Filter gibt. Der meist verbreiteste Filter ist der, der am Boden Plan ist und nur einen "Ansaugschlitz" hat. Der andere Filter ist am Boden nicht Plan, sondern hat einen kleinen "Saugrüssel", ein kleiner Rohrstupf, wo das Öl angesaugt wird. Weiss man nicht, welcher Filter verbaut ist, hilft ein Blick auf die Ölwanne des Automaten.
Ist die Ölwanne im Bodenbereich plan, ist mit Sicherheit ein Filter montiert, der einen Ansaugschlitz hat und darum auch plan ist.
Hat die Ölwanne im Boden aber eine kleine Ausbeulung (meist bei Modell 750), ist hier ein Filter mit Saugrohr montiert, ein sichtbares Zeichen dafür ist die Ausbeulung im Boden der Ölwanne, um Platz für das Saugrohr zu schaffen.

Einen Ölwechsel am "4HP22/24", in dem nur die Menge von 3 Ltr erneuert wird, halte ich für wenig sinnvoll. Ich mache einen Ölwechsel am "4HP22/24 immer so:
1) Plastikfolie grossräumig unter dem auf der Bühne stehenden Wagen ausbreiten und dann das Öl ablassen.

2) Ist das Öl abgetropft, das Peilstabrohr abschrauben und die Ölwanne entfernen. Diese säubern und die beiden Magnete reinigen und wieder an ihren Platz legen.

3) Nun das Ölfilter mit den "Torxschlüssel 25" abschrauben. (Vorsicht, es kommt nun eine Menge Öl aus dem Ansaugkanal!)

4) Nun am Schaltkasten alle Schrauben mit grossen Kopf zunächst nur lösen. Hinten am Schaltkasten den Sensor abnehmen. Ist der Schaltkasten lose, so sollte er nun an den Schraubenköpfen "Hängen" und es kann begonnen werden, eine Schraube nach der anderen zu entfernen und dann den Schaltkasten am Kabelstrang hängen lassen. Damit der Kabelstrang nich überstrapaziert wird, ist es ratsam, einen Gummistrop von einer Gepäckspinne zur Unterstützung des Kabelstranges an den Schaltkasten zu Befestigen.

5) Nun mit einer Druckluftpistole alle Ölkanäle durchblasen und vorne rechts, an der grösseren Öffnung nach oben, die Druckluftpistole länger hinein halten, bis hier das Öl herauskommt. Dieses Öl kommt vom Wandler und kann nur so entfernt werden, da es am Wandler keine Ablassschraube gibt.
Solange mit der Druckluftpistole gearbeitet wird, sollte man sich darauf gefasst machen, das sehr viel Öl unkontrolliert aus dem Getriebe austritt und schon eine kleine Schweinerei verursachen kann (Dafür die Plastfolie auf den Boden).

6) Zuletzt wird der Schaltkasten vom alten Öl "befreit". Wichtig zu wissen ist, dass auf der Oberseite des Schaltkastens eine Reihe Magnetventile sitzt und in der Mitte, das etwas grössere Gehäuse, ist der Druckregler, den wir nun ausbauen sollen. Der Grund? Hinter dem Druckregler, also im Schaltkasten, sitzt ein kleines Sieb, das ebenfalls gereinigt werden sollte, wenn man schon so weit in Gange ist. Wenn alles sauber ist, kann man mit der Wiedermontage beginnen.

7) Ich gehe davon aus, das der Wählhebel in Stellung "P" steht. Den Schaltkasten zuerst vorne links in das Ganggestänge "Einfädeln". Hier darf auf keinen Fall Gewalt angewendet werden, sondern das Gestänge muss ohne Kraftaufwand in den Mechanismus einrasten. Erst wenn hier alles Ok ist, kann der Schaltkasten wieder angeschraubt, das Ölfilter montiert und die Ölwanne angeschraubt werden. Das Ganggestänge am Automaten ganz nach vorne Drücken (Stellung "P") und den Bowdenzug durch die Klemmschraube schieben und anschliessend festziehen.

8 ) Bevor man nun das neue Öl auf die Automatik einfüllt, sollte man nachmessen, wieviel "Altöl" man aus den Automaten heraus bekommen hat. Wenn alles vorher richtig mit dem Ölstand war, sollte in etwa eine Gesamtmenge von ca 7,3 Ltr im Auffang-Gefäss sein. Man kann sehr gut zunächst 4 Ltr ATF-Öl in den Automaten füllen, den Motor kurz starten, damit auch Öl in den Wandler gelangt, und dann die restliche Ölmenge in den Automaten einfüllen. Nun den Motor starten und langsam jeden Gang mit einer Schaltpause von 5 Sek. durchschalten, damit sich alle hydraulischen Teile mit Öl füllen können. Anschliessend eine Probefahrt von ca 5 Km machen und nochmals auf die Bühne/Graben, um zu Kontrollieren, ob alles dicht ist und der Ölstand in Ordnung ist.
Zitat Ende

Hier einige ZF Teilnummern fuer die Dichtungen in den Schaltkaesten:

Dichtung 1043 328 080 4HP24
Dichtung 1043 326 161 4HP22
Dichtung 1043 326 162 4HP22
Dichtung 1043 326 232 4HP22
Dichtung 1043 326 253 4HP22
Dichtung 1055 327 093 5HP30 alte Version
Dichtung 1055 327 102 5HP30 neue Version
Dichtung 1056 327 100 5HP18 alte Version
Dichtung 1056 327 110 5HP18 neue Version
Dichtung 1058 327 045 5HP24 Uni
Dichtung 1060 327 075 5HP19 Uni

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